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Von der Kunst zu sterben

Salzwedel (cs). "Von der Kunst zu sterben" – das ist der Titel eines Meditations-
spieles
von Beate Simon, dass sich am Freitag, 29. Februar 2008, 20 Uhr im HANSEAT, Salzwedel, Altperverstr. 23 mit dem Thema Sterben und Tod auseinandersetzt. Organisiert wurde das ungewöhnliche Aufführungsereignis durch den Hospizvereins Salzwedel e.V. aus Anlass seines 5jährigen Bestehens
. Mit Schatten und Objekten setzt die Schauspielerin
Beate Simon Todesgedichte von 13 japanischen
Zen-Meistern in Szene. Inspiriert während eines
Aufenthalts in Japan, übertrug sie hierzu ihre zehn-
jährige Erfahrung mit dem Zen-Buddhismus in ein
Einpersonenstück, das eine Symbiose aus Objekt-
theater, rituellen und meditativen Elementen darstellt.
Das Verfassen von Todesgedichten hat in Japan eine
lange Tradition. Geschrieben wurden sie überwiegend
von Zen-Mönchen, die bereits im Sterben lagen. Mit
Hilfe von sprachlichen Bildern wird der Tod veran-
schaulicht.
Eines der 13 ausgewählten Gedichte ist das des
Mönchs DAIDO I’CHI, der am 26. Februar 1370
gestorben ist:

Eine Melodie aus Nicht-Sein
Füllt die Leere
Frühlingssonne
Schneeweiße
Helle Wolken
Klarer Wind


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