|
|
|
BI fordert Ortsumgehungen
Salzwedel/Bad Bodenteich (cs). Die Nachricht vom geplanten Neubau der B 190n nordwestlich von Salzwedel als Querspange zur Verbindung der künftigen Autobahnen schlug ein wie ein Bombe. Das berichteten Werner von dem Knesebeck aus Langenapel und Dorothee Hübner aus Sienau. Beide sind die Initiatoren einer Bürgerinitiative (BI) , die gegen den Streckenneubau in Richtung Bad Bodenteich mobil macht und in 23 Ortschaften zwischen Schmölau und Stappenbeck die Gründung regionaler Bürgerinitiativen angestoßen hat.
,,Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass man direkt neben der B71 eine neue Trasse baut, obwohl eine Straße vorhanden ist“, ist von dem Knesebeck fassungslos. Er fügt an: ,,Das ist unser Lebensraum, den lassen wir uns nicht durch irgendeinen Planer am grünen Tisch zerstören.“ Im Namen der neu gegründeten BI fordern Hübner und Knesebeck, den Verzicht auf eine neue Trassenführung. Sie raten: ,,Die dadurch freiwerdenden Gelder sollten besser für den Ausbau sowie für Ortsumgehungen der vorhandenen Bundesstraßen B 71, B 248, B 188 und B190 genutzt werden.“
Ihre Argumente: Ortsumgehungen würden den Bürgern in überschaubaren Zeiträumen helfen, schneller zu ihren Arbeitsplätzen zu kommen und obendrein kostengünstiger sein. ,,Der Straßenneubau wird, weil er in Zusammenhang mit den Autobahnen geplant ist, in den nächsten zwanzig Jahren nicht umgesetzt werden.“
Darüber hinaus würde nach Einschätzung der BI ein Fernstraßenneubau die B 71 als wichtige Nord-Südtrasse nicht entlasten. ,,Welcher LKW-Fahrerfahrer, der aus Hamburg kommt, macht schon den Umweg über Bad Bodenteich, wenn er auch ab Uelzen nach Salzwedel und damit Richtung Süden kommt ?“ fragt von dem Knesebeck skeptisch. Als nächste Aktion wollen die Aktivisten auf einer öffentlichen Versammlung für ihr Anliegen werben. Danach sollen die Unterschriften über den Landkreis weiter an das Verkehrsministerium des Landes gereicht werden. Hübner fügt an: ,,Wir sind für jede Hilfe und Unterstützung dankbar.“
Kontakttelefon: Dorothee Hübner 03901/33671, Werner von dem Knesebeck 039038/51185.
1. Die Markierung macht deutlich, dass ein Straßenneubau besonders am Grünen Band viel Landschaft zerstören würde. ,,Das ist Irrsinn“, sagt die BI. Foto: Christel Schwerin
Home | Zurück
|
|
|