Tour Elbe-Uchte Radweg Ausgangspunkt
Die Stadt Arneburg hat ihren Namen von der gleichnamigen Reichsburg aus dem
10. Jahrhundert. Der Altstadtkern von Arneburg mit seinem Marktplatz
und für den Ort typischen Ackerbürgerhäuser ist heute gut erhalten. Um Arneburg
herum hat man die Gelegenheit auf Naturlehrpfaden den Treppenaufstieg von
der Burgstraße zum "Eselsloch" und zum "Galgenberg"
und den Arneburger Steilhang zu erkunden. Der Burgberg bietet einen wunderschönen
Ausblick über die Elbe. Im Arneburger Hafen haben Wassersportler die Möglichkeit
anzulegen. Von Arneburg aus geht es in Richtung Groß Ellingen durch
ein ausgedehntes Waldgebiet wobei man sich immer mehr von der Elbe entfernt.
Groß Ellingen und Beelitz
Ein gepflegtes Dorf dessen Name noch aus slawischer Zeit stammt und schon im
14. Jahrhundert öfter genannt wurde. Von dort aus geht es weiter nach Beelitz. In
Beelitz befindet sich eine der sieben "verkehrten" Kirchen der Altmark. Verkehrt
deshalb, weil der Kirchturm nach Osten weist und nicht nach Westen wie sonst
üblich. In Beelitz befindet sich der Beelitzer Ziegenhof, hier hat der Wanderer die
Möglichkeit zu rasten und die vor Ort herstellten Produkte aus Ziegenmilch zu
kosten und zu kaufen.
Rindtorf und Lindtorf
Von Beelitz geht zu den nah beieinanderliegenden Orten Rindtorf und Lindtorf.
Rindtorf war bis 1784 Stammsitz der ausgestorbenen Familie von Rindtorf und anderer
Adelsfamilien. Die Kirche stammt aus der Zeit um 1250 und wurde aus Findlingen erbaut und
es lohnt sich dieses Kleinod genauer zu besichtigen. Lindtorf ist ein Dorf, das im Jahr
1431 erstmals erwähnt wurde. Heute ist es ein Haufendorf, es wurde aber ursprünglich als
Rundling erbaut. Auch die Dorfkirche in Lindtorf wurde aus Findlingen während der ersten
Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Der Turm wurde vermutlich erst zwei Jahrhunderte
später erbaut, auch diese Kirche kann besichtigt werden.
Baben
Weiter geht es nach Barben, einem schon vor 1215 entstandenen germanischen
Dorf. Die Dorfkirche ist auch ein Findlingsbau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, die
ebenfalls im Lauf ihrer Geschichte umgebaut und ergänzt wurde. 1750 wurde in Baben ein
Gesundbrunnen entdeckt.
Goldbeck
Bereits im Jahre 1359 wurde der Ort urkundlich erwähnt. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie
Wittenberg - Stendal 1848 und der Errichtung einer Zuckerfabrik 1889 (die es inzwischen
nicht mehr gibt) hat Goldbeck einen Aufschwung erfahren. die Dorfkirche, ursprünglich ein
Feldsteinbau wurde 1874 als Backsteinbau rekonstruiert. Nur der Turm blieb als
Feldsteinbau erhalten.
Klein und Groß Schwechten
Klein Schwechten wurde 1278 erstmals urkundlich erwähnt. Besitzer des Dorfes waren bis
1649 die Familie von Lützendorf und nach deren Aussterben die Familie von Bülow
bis 1813. Das Rittergut brannte1846 ab. Die Dorfkirche ist dem heiligen Laurentius geweiht
und wurde in der erste Hälfte des 12. Jahrhundert aus Findlingen erbaut. Eine
Besonderheit der Kirche sind ihre zwei Türme. Weiter geht es nach Groß Schwechten,
das Jahrhundertelang ein typisches Haufendorf der Altmark war. 1209 wurde es erstmals
urkundlich erwähnt. In der Feldmark von Groß Schwechten liegt die Krepe, eine alte
Burgwart und später war dieser Sitz eines Landesgerichts, es erinnert an das
Gerichtswesen des 13. Jahrhunderts. Vermutlich aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts
stammt die sehr schöne romanische Feldsteinkirche.
Neuendorf am Speck
Der Beiname "am Speck" ist mit einer Sage verbunden. Das Dorf soll schon 568
gegründet worden sein, aber erst 1212 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Neuendorf am
Speck ist ein Bauerndorf, und Landwirtschaft bestimmt auch heute das dörfliche Leben. Die
Dorfkirche ist ein für diese Gegend typischer Feldsteinbau, der um 1200 gebaut wurde.
Schinne
Schinne ist ein altes germanisches Dorf das in der Speckgrabenniederung, ein ausgedehntes
Wiesengelände, liegt. 1158 wurde Schinne erstmals urkundlich erwähnt. Die Familie von
Bostel war über viele Jahrhunderte im Besitz des Rittergutes. Die Feldsteinkirche, ein
Bau aus den 12. Jahrhundert, steht auf den alten Friedhof.
Grassau
Grassau entwickelte sich aus einer wendischen Siedlung, die als Rundling angelegt war.
1238 wurde Grassau erstmals in einer Urkunde erwähnt. Bis 1723 hatte die Familie von
Jeetze hier Besitzungen. 1723 verkaufte man die Besitzungen an die Bauern, behielt jedoch
alle Gerichts- und Ehrenrechte noch bis 1837. Die Feldsteinkirche stammt aus der 2.
Hälfte des 12. Jahrhunderts.
Hohenwulsch
Nach 800 wurde der Ort von wendischen Ansiedlern als Straßendorf gegründet. Der Ort war
ehemals Stammsitz der Familie derer von Wultzsch oder Wultzke. 1775 übernahm übernahm
Friedrich von Levetzko das Rittergut und damit verbundene Rechte. 1803 bis 1945
hatte die Familie von Roht die Gutsherrschaft. Die Dorfkirche ist auch hier ein
Findlingsbau, der aus dem 13. Jahrhundert stammt. Die Kirche ist ein markanter Bau, den
man sich auf jeden Fall ansehen sollte. Auch das Gutshaus, das Gemeindehaus mit
Treppengiebel und die geschützte Allee sollten nicht vergessen werden. Um Hohenwulsch
gibt es auch einen Naturlehrpfad.
Beesewege
Am Rande der Beesegrabenniederung liegt Beesewege. Der Ort wurde 1273 zum erstenmal
erwähnt. Um 1261/62 wurde eine Kirche in der Mitte des Dorfes gebaut. Auch diese Kirche
wurde aus Findlingen gebaut, erst 1572 erhielt sie ihre erste Glocke aus Bronze.
Kläden
Das Gebiet um Kläden zeugt davon, das es einst von Slawen bewohnt war. Urkundlich
wurde es erstmals 1170 erwähnt. Das Dorf hatte neun Ritterhöfe von denen der Familie von
Klöden 3 gehörten. Weitere gehörten den Familien von Itzenplitz, von Woldeck, von
Buchholz, von Rundstedt und Calve. Ein Brand im Jahre 1413 zerstörte das Dorf bis auf die
Kirche und im Dreißigjährigen Krieg wurde es fast vollständig ausgerottet.1671
wurden erstmals wieder 7 Bauernhöfe gezählt. Bis heute stieg die Einwohnerzahl
auf ca. 800 und der Ort ist sitz einer Verwaltungsgemeinschaft 25 Dörfern. die Kirche ist
ein klar viergeteilter, askanischer Feldsteinbau aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts und
auf jeden Fall eine Besichtigung wert. Es sollte auch nicht vergessen werden, sich das
Herrenhaus mit Park, das Hünengrab auf dem Trappenberg, den Burgwall und den Weidenzaun
am Ortsausgang Richtung Badingen, anzusehen.
Querstedt
Querstedt ist ein aus einer wendischen Siedlung entstandenes Straßendorf. Es wurde
erstmals 1278 in einer Urkunde erwähnt. Zuerst war es in Besitz derer von Rundstedt und
ging 1287 an das Kloster Neuendorf. Die wie vermutet Anfang des 13. Jahrhunderts erbaute
Kirche ist ein Findlingsbau. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche umgebaut, dabei
wurde das Schiff vollständig verputzt und in Barocker Art gegliedert.ansehen sollte man
sich hier auch die Kirchenruine vom eingegangenen Dorf Rossau.
Deetzer Warte
Die "Deetzer Warte" (ein alter Wehrturm) liegt in einem historischer
Landschaftsteil, der zwischen den Orten Deetz, Kähten und Klinke liegt. Vorbei an der
Deetzer Warte führt die alte Heerstraße von Gardelegen nach Stendal. Der Wehrturm wurde
1409 erbaut und diente dem Schutz der Bürger der Stadt Stendal vor plötzlichen
Überfällen.
Volgfelde
Volgfelde ist ein kleiner Ort an der Uchte. 1191 besaß die Kirche von Königslutter 2
Hufen Grundbesitz in Volgfelde. Zu einem späteren Zeitpunkt, gehörte der gesamte Ort zum
Kloster Neuendorf. Im Laufe der Geschichte wechselten die Besitzer des Ortes immer wieder
mal. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf vollständig zerstört. Die Feldsteinkirche
wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gebaut und im 18. und 19 Jahrhundert stark
verändert.
Uchtspringe
Der Ort muß ein unwegsames und morastiges Stück Wildnis gewesen sein. Es gibt ca. 70
Quellen, die das Flüßchen Uchte speisen. Noch heute kann man eine Postmeile besichtigen,
die darauf hinweist, daß dort eine Heer- und Handelsstraße entlang führte. Erst mit den
Bau der Bahnstrecke Berlin - Stendal - Hannover 1870/71 änderte sich das stille und
abgeschiedene Leben um Uchtspringe. Ca. 20 Jahre später wurde hier eine Landesheil- und
Pflegeanstalt errichtet später wurde sie noch um eine Trinkerheilstätte erweitert. Noch
heute werde hier geistig behinderte und alkoholkranke Menschen behandelt und
untergebracht. Sehenswert ist die Kirche der Landesheil- und Pflegeanstalt, ein
neogotischer Backsteinbau aus dem Jahre 1899. Neben dem Quellgebiet der Uchte, und der
achteckigen Postmeile sollte man sich auch das Bauerngut Wilhelmshof ansehen.
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